Bibliographic Entry: Dalberg1791
Dalberg, Carl von. Grundsätze der Ästhetik. deren Anwendung und künftige Entwicklung. Erfurt: Georg Adam Keyser, 1791.

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Examples in Reference

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8 Freude über die Erkenntnis eigener Fehler; meisterhaft gemalte Laster und Ungeheuer Vergnügen an Hässlichem wird nicht vom hässlichen, fehlerhaften, üblen Gegebstand ausgelöst (und) wenn

Mit einem Wort: was in uns und ausser uns ästhetisch vollkommen ist, und ästhetisch vollkommen werden kann, muss als mögliche Quelle des Schönen betrachtet werden. Aber das ästhetisch Ueble, Fehlerhaf

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11 (Anton) Pichlers Schmucksteinarbeiten, Phidias' Skulpturarbeiten, (Andrea) Palladios Bauten, Plutarchs Literatur/Schriften Genie (ist die bildende Kraft, ein Drang der Rückwirkung, der aus der Einwirkung des Schönheitsgefühls der Welt gegenüber entsteht)

Reichthum der Natur wird durch Reichthum der Kunst vermehrt, und des Menschen Seele ist bildliches Weltall. Alles würkt auf ihn, und aus der Würkung des Schönheitgefühls entstehet in ihm der Drang der

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14 Freude an allem leicht zu Erfassenden: die Symmetrie, Abkürzungsformeln in Vernunftschlüssen, Rechnen, Tabellen. Schönheit körperlicher Bewegungen mit geringstem Kraftaufwand: Reiten, Tanzen, Fechten. Drittes ästhetisches Gesetz: Sparsamkeit (hier: im Gebrauch der Organe) Beispiele, die hierher gehören, sind: ; z.B.; hierher gehört ferner

Das dritte Gesetz verordnet Sparsamkeit im Gebrauche der Organen. Das Fühlen, Denken und Handeln erfordert nämlich eine körperliche Mitwurkung der Hirnfasern, Nerven und Glieder, welche bald erschöpft

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C:1
15 Petersdom in Rom, die Aplen und das Weltmeer Sparsamkeit ist ein ästhetisches Gesetz

In den grössten Gegenständen der Kunst und Natur ist Gesetz der Sparsamkeit beobachtet. In der Peterskirche zu Rom sind die Mauern nicht dicker, die Verzierungsglieder nicht stärker, als zu solchem Ge

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C:1
22 Sümpfe, Wüsteneien, dürre Anger Hässliches der leblosen Natur so

In Beziehung auf die leblose Natur, folgt der Mensch immer seinem Triebe, das Häßliche zu entfernen. So werden Sümpfe abgeleitet, Wüstheneyen urbar gemacht, dürre Anger bepflanzt. Und so keimt das Äst

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23 Neid, Hass, Verfolgung, Bosheit, Roheit, Habsucht, Laster, Verführung verbreiten sich durch Gewohnheit und Nachahmung; stockende Sümpfe, modernde Wälder, dumpfige Thäler verpesteten die Luft, vergruppen die Pflanzen, entedeln die Tierarten Hässliches verbreitet und/oder erzeugt (mehr) Hässliches

Im Ganzen ist es aber wahr, daß das Häßliche oft stark und andauernd siegt; und es ist daher Tugend und ästhetische Wohlthat für die Menschheit, demselben entgegen zu arbeiten. Dieses ist umso nöthige

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23 Sümpfe ableiten, Wüsten urbar machen, dürre Anger bepflanzen; Reue, Demut, Geistes- und Herzensbildung ausüben sowie Warnen und Bestrafen; Unternehmungen, Gesiteswerke und Kunstfleiss vollbringen Der Mensch folgt seinem Trieb, das Hässliche zu entfernen - in Hinblick auf leblose Natur, auf Moral, auf Psychologisches. so

In Beziehung auf die leblose Natur folgt der Mensch immer seinem Triebe, das Hässliche zu entfernen. So werden Sümpfe abgeleitet, Wüsteneyen urbar gemacht, dürre Anger bepflanzt; und so keimt das Aest

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25 der Sinn des Evangeliums höchstdenkbares Muster moralisch-ästhetischer Vollkommenheit

Jeder Theil der Ästhetik hat Muster und Sammlungen. Nur ist zu wünschen, daß sie bestens geordnet, und unermüdlich benutzt werden. Das höchstdenkbare Muster möglicher moralisch-ästhetischer Vollkommen

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C:1
29 Tiere und Pflanzen können nur in mittlerem Verhältnis von Kälte und Wärme leben, ewiger Frost würde das Wasser erstarrem lassen und die Erde für Pflanzenauskeimungen verschließen; große Hitze würde das Wasser verdunsten und die Erde verglasen; bei schnellerer Bewegung würden die Weltkörper zerplatzen, bei langsamerer würden sie in die Sonne stürzen; heftigere Empfindungen würden für den Menschen schmerzhaft sein, leisere unmerklich Maßhalten/das rechte Maß ist ein Schönheitsgesetz; das Schönheitsgefühl hat sein genau begrenztes Maß So z.B.; die Belege zu dieser Wahrheit sind so unzählig, wie die Teile des Weltalls

Es ist bereits bemerkt worden, dass das Schönheitsgefühl zwischen missfallender Ueberspannung, und dem schwachen Wohlgefallen am bloss Behaglichen, mitten inne liege. Das Schönheitsgefühl hat also sei

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21-22 moralische Mängel und Laster erregen Gewissensbisse -- der Verführte kann aber durch Reue und Besserung ein rechtschaffener Mann werden; große körperliche Mängel erregen Missmut -- können aber durch Ausbildung geistiger und seelischer Tugenden dennoch liebenswürdig werden. Versucht man aber durch Verdecken, Misstellen, Zerstören anderer Schönheit das eigene Gefühl des Hässlichen zum Verschwinden zu bringen, so erzeugt man nur noch mehr Hässliches. Das Hässliche erregt ein unangenehmes Gefühl, das man zu entfernen versucht. Moral und Ästhetik treffen dort zusammen, wo angenehme oder unangenehme moralische Gefühle entstehen. Ein auffallendes und wichtiges Beispiel wird ... deutlich entwickeln; so; und bey

Es ist natürlich, dass die Empfindung des Wohlgefallens und Missfallens ihre Stufenleiter hat. [...] Der vollkommenste Punkt auf der Stufenleiter des Wohlgefallens heisst Schönheitsgefühl. [...] Jede

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