Bibliographic Entry: Lessing1990
Lessing, Gotthold Ephraim. Laokoon: oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. In: Werke und Briefe. Bd. 5,2: Werke 1766-1769. Frankfurt a.M.: DKV, 1990.

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164 (Homers) Thersites Hässlichkeit

Ein einziger unschicklicher Teil kann die übereinstimmende Wirkung vieler zur Schönheit stören. Doch wird der Gegenstand darum noch nicht häßlich. Auch die Häßlichkeit erfodert mehrere unschickliche

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C:1
165 Aesop nicht-lächerliche Hässlichkeit

Homer macht den Thersites häßlich, um ihn lächerlich zu machen. Er wird aber nicht durch seine bloße Häßlichkeit lächerlich; denn Häßlichkeit ist Unvollkommenheit, und zu dem Lächerlichen wird ein K

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C:1
169 der Thersites Hässliches, das weder in der Natur noch im Bilde gefällt

XXVI.

So nutzt der Dichter die Häßlichkeit der Formen: welchen Gebrauch ist dem Maler davon zu machen vergönnet?

Die Malerei, als nachahmende Fertigkeit, kann die Häßlichkeit ausdrücken; die Malere

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175 ein Wiesel/eine Eidechse, scheißt Sokrates in den Mund (in Aristophanes' Die Wolken) Ekelhaftes vermehrt das Lächerliche Exempel hiervon

Das Ekelhafte kann das Lächerliche vermehren; oder Vorstellungen der Würde, des Anstandes, mit dem Ekelhaften in Kontrast gesetzet, werden lächerlich. Exempel hiervon lassen sich bei dem Aristophane

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C:1
165-166 Pope interessante Hässlichkeit

Homer macht den Thersites häßlich, um ihn lächerlich zu machen. Er wird aber nicht durch seine bloße Häßlichkeit lächerlich; denn Häßlichkeit ist Unvollkommenheit, und zu dem Lächerlichen wird ein K

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C:1
166-167 Thersites lächerliche (unschädliche) Hässlichkeit

So wenig aber Thersites durch die bloße Häßlichkeit lächerlich wird, ebensowenig würde er es ohne dieselbe sein. Die Häßlichkeit; die Übereinstimmung dieser Häßlichkeit mit seinem Charakter; der Wi

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167-168 Richard, Herzog von Gloucester (in Shakespeares "King Lear") schreckliche (schädliche) Hässlichkeit ich weiß dieses nicht besser zu erläutern, als mit ein paar vortrefflichen Stellen des Shakespeare

Wenn unschädliche Häßlichkeit lächerlich werden kann, so ist schädliche Häßlichkeit allezeit schrecklich. Ich weiß dieses nicht besser zu erläutern, als mit ein paar vortrefflichen Stellen des Shak

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170-171 reißende Tiere und Leichname nicht die Hässlichkeit der Formen, sondern das Schreckliche und Mitleid erregende kann in der malerischen Nachahmung angenehm sein Nach den Beispielen, welche Aristoteles gibt, zu urteilen... diese Beispiele sind:

XXIV.

So nutzt der Dichter die Häßlichkeit der Formen: welchen Gebrauch ist dem Maler davon zu machen vergönnet?

Die Malerei, als nachahmende Fertigkeit, kann die Häßlichkeit ausdrücken; die Malere

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173-174 ein Feuermal in dem Gesichte, eine Hasenscharte, eine gepletschte Nase mit vorragenden Löchern, ein gänzlicher Mangel an Augenbrauen Gegenstände des Ekels für das Gesicht es lassen sich dergleichen allerdings nennen

... Vollkommen richtig; aber da der Kunstrichter selbst, noch andere mit dem Ekel verwandten Empfindungen erkennet, die gleichfalls nichts als Unlust gewähren, welche kann ihm näher verwandt sein, a

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175-176 die hottentottische Erzählung Tquassouw und Knonmquahiha (Ein gequetschter Knorpel von Nase, schlappe bis auf den Nabel herabhängende Brüste, den ganzen Körper mit einer Schminke aus Ziegenfett und Ruß an der Sonne durchbeizet, die Haarlocken von Schmeer triefend, Füße und Arme mit frischem Gedärme umwunden) Ekelhaftes, das das Lächerliche vermehrt

Das Ekelhafte kann das Lächerliche vermehren; oder Vorstellungen der Würde, des Anstandes, mit dem Ekelhaften in Kontrast gesetzet, werden lächerlich.[...] Die drolligsten Züge von dieser Art hat di

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