Bibliographic Entry: Vischer1873
Vischer, Robert. Über das optische Formgefühl. Ein Beitrag zur Ästhetik. Leipzig: Hermann Credner, 1873.

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Examples in Reference

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1-3 (Beispiele in der Fußnote, S. 2) die Silhouette (1) und das Relief (2) zeichnerische (1) und plastisch-malerische (2) Verhaltensart des "Schauens" als ein gleichsam mit der Fingerspitze die Umrisse Nachweisen (1), und als ein den Flächen/Anschwellungen/Vertriefungen des Gegenstandes gleichsam mit der breiten Hand Nachfahren (2) als anziehende Exempel hierfür dienen -2 C:1
10-11 wenn ich über eine heisse, von der Sonne grell beleuchtete Strasse gehe und setze eine dunkelblaue Brille auf, bekomme ich für einen Moment den Eindruck, als werde die Haut abgekühlt; schreiende Farben; Last-/Druckempfindung in niedrigen Stuben; alterskrumme Mauern beleidigen Grundempfindung unserer leiblichen Statik die visuelle Wahrnehmung kann in ganz anderer Sinnessphäre verspürt werden; Nachweis der Ähnlichkeit der objektiven mit der subjektiven Form kann nicht allein über den Gesichtssinn geführt werden; Anschauung der äüßeren Grenzen eine Form kann sich mit der Empfindung der eigenen Körpergrenze kombinieren, die ich mit meiner eigenen Hauthülle spüre wir können häufig die merkwürdige Beobachtung an uns machen, dass... wenn

Wie verhält es sich nun aber mit unserem Begriffe der Aehnlichkeit? -- Der Weg der unmittelbaren, rein sinnlichen Vergleichung, auf welchem wir die Aehnlichkeit der objektiven mit der subjektiven Form

...
15 (12-15) Heranwachsen des Embryos im Mutterleibe (nach einem Musterbild, einer Vorstellung); ich bewege mich an einer Hügelkette hin, wie ich mich von eilenden Wolken in die Ferne tragen lasse; wir klettern empor an dieser Tanne, wir recken uns in ihr selbst empor, wir stürzen in diesen Abgrund Bildvorstellung als Selbstvorstellung (ich vergegenwärtige mir innerlich meinen eigenen Leib) und Einempfindung (wir bewegen uns in und an den Formen: allen Raumveränderungen tasten wir mit liebenden Händen nach) z.B., usw.

Bildvorstellung

Ein Bewegungsreiz hat durchaus nicht immer die entsprechende
wirkliche Bewegung zur Folge, stets aber die Vorstellung derselben.
Vorstellung ist ein geistiger Akt, durch welchen wir e

...
3-4 das Kind lernt tastend sehen; Kinder langen nach dem Mond wie nach einem Teller die Hand ist unentbehrlicher Associé und Korrektor der Auges; wir schieben uns mittelst der Hand das flächenartige Sehfeld vom Leibe, und so ist der Grund für die dritte Dimension des Raumes gelegt bekanntlich

Doch, ehe wir weiter gehen, noch ein Wort über den unentbehrlichen Associé und Correktor des Auges, über die sensible, bewegliche Hand. Schon oben habe ich mich nicht enthalten können, das Tasten in s

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