Projekt: Beispiel der Ästhetik 1750 - 1850

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Beispiel der Ästhetik 1750 - 1850

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Beispiele ästhetischen Wissens seit 1750

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Dieses Projekt sammelt Beispiele aus ästhetischen Schriften ab 1750.

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<p>Dieses Projekt sammelt Beispiele aus &auml;sthetischen Schriften ab 1750. Eine zentrale Frage ist: Um welche Beispiele herum werden &auml;sthetische Grundbegriffe wie Sch&ouml;nheit, Erhabenheit, H&auml;sslichkeit etc. verhandelt und entworfen, und wie gehen die &Auml;sthetiker mit den Beispielen um? Momentan liegt ein Schwerpunkt des Projekts auf der Sammlung und Beschreibung der Beispiele, die zwischen ca. 1750-1850 f&uuml;r das H&auml;ssliche gegeben werden.</p> <p>Das Korpus der philosophischen &Auml;sthetik scheint f&uuml;r die Analyse des Beispielgebrauchs im Wissen der Moderne au&szlig;erordentlich aufschlussreich. Die Leitthese des <em>Archiv des Beispiels </em>gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r die &Auml;sthetik: Sie ist nicht nur eine unter vielen Wissenschaften, die im 18. Jahrhundert auf Empirie, Innovation und Aktualit&auml;t umstellen, und dabei eine neue Theorie und Praxis des Beispielgebens entwickeln. Seit Alexander Gottlieb Baumgartens disziplinbegr&uuml;ndender <em>Aesthetica</em> (1750/58) ist im Diskurs der &Auml;sthetik die sinnliche Anschauung thematisch &ndash; und diese hat es mit Singularit&auml;ten zu tun, die sich nicht vollends auf einen Begriff bringen lassen. Wenn man, wie Immanuel Kant in der<em> Kritik der Urteilskraft</em> (1790) expliziert, das Geschmacksurteil nicht aus Begriffen deduzieren kann, sondern das einzelne Beispiel zu seiner Ausbildung wie zu seiner Erl&auml;uterung ben&ouml;tigt, dann bekommen Beispiele sowohl theoretisch wie darstellungstechnisch einen neuen Stellenwert.</p> <p>Schon bald nach der Herausbildung der &Auml;sthetik als Disziplin haben sich die &Auml;sthetiker von der Sonderstellung ihrer Disziplin in Bezug auf das Beispiel Rechenschaft abgelegt. Hier "helfen Beispiele mehr als blo&szlig;e Theorie und Regeln", hei&szlig;t es etwa lapidar bei Johann Joachim von Eschenburg (Eschenburg 1788, S. 3). Sie firmieren, um einen Ausdruck von Mirjam Schaub zu gebrauchen, als "Ersatz-Allgemeines" (Schaub 2010, S. 21, 33 u.a.). Dies gilt a fortiori, weil &Auml;sthetiken in der Regel eine didaktisch-p&auml;dagogische Komponente haben, die auf Gemschmacksbildung bzw. ihre popul&auml;re Vermittlung abzielt (vgl. zur &Auml;sthetik als Teil eines neuen Programms zur Disziplinierung der K&ouml;rper auch C. Menke 2014).</p> <p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> <w:SplitPgBreakAndParaMark /> <w:DontVertAlignCellWithSp /> <w:DontBreakConstrainedForcedTables /> <w:DontVertAlignInTxbx /> <w:Word11KerningPairs /> <w:CachedColBalance /> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> <m:mathPr> <m:mathFont m:val="Cambria Math" /> <m:brkBin m:val="before" /> <m:brkBinSub m:val="&#45;-" /> <m:smallFrac m:val="off" /> <m:dispDef /> <m:lMargin m:val="0" /> <m:rMargin m:val="0" /> <m:defJc m:val="centerGroup" /> <m:wrapIndent m:val="1440" /> <m:intLim m:val="subSup" /> <m:naryLim m:val="undOvr" /> </m:mathPr></w:WordDocument> </xml><![endif]--></p> <p>Der Fokus auf die Spezialdisziplin der philosophischen &Auml;sthetik tr&auml;gt zun&auml;chst der Tatsache Rechnung, dass sich das Funktionieren von Beispielen in Wissensdiskursen nicht allgemein theoretisch, sondern nur konkret f&uuml;r eine je spezifische Praxis bestimmen l&auml;sst.</p> <p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> <w:SplitPgBreakAndParaMark /> <w:DontVertAlignCellWithSp /> <w:DontBreakConstrainedForcedTables /> <w:DontVertAlignInTxbx /> <w:Word11KerningPairs /> <w:CachedColBalance /> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> <m:mathPr> <m:mathFont m:val="Cambria Math" /> <m:brkBin m:val="before" /> <m:brkBinSub m:val="&#45;-" /> <m:smallFrac m:val="off" /> <m:dispDef /> <m:lMargin m:val="0" /> <m:rMargin m:val="0" /> <m:defJc m:val="centerGroup" /> <m:wrapIndent m:val="1440" /> <m:intLim m:val="subSup" /> <m:naryLim m:val="undOvr" /> </m:mathPr></w:WordDocument> </xml><![endif]--></p> <p>Mit der Sammlung der Beispiele unternimmt das Projekt nicht nur eine Bestandsaufnahme des Beispielinventars im Diskurs der &Auml;sthetik. Die Klassierung der Beispiele erm&ouml;glicht zugleich, die Struktur und den Charakter der Beispiele, sowie die Logik, Strategien und Verfahren ihres Gebrauchs, kurz, das Beispielgeben als Praxis zu erforschen. Erfasst werden kann so nicht nur, dass der Gebrauch von Beispielen im Wissen der &Auml;sthetik in verschiedenen Dimensionen spielt und wie dabei etwa die epistemologische mit rhetorischen und mit normativen Dimensionen je spezifisch verkn&uuml;pft werden; oder dass die praktische Bedeutung des Beispiels auch im Sinne einer auf den K&ouml;rper zielenden disziplinierenden &Uuml;bung (der rechten &auml;sthetischen Erfahrung und des Geschmacks) virulent wird. Dar&uuml;ber hinaus er&ouml;ffnet die Datenbank insbesondere in ihrer Suchfunktion diskursanalytische Beschreibungskategorien wie H&auml;ufigkeit, Verteilung, Wiederkehr, Vernetzung und Gewichtung, und erm&ouml;glicht so Analysen der Diskursivit&auml;t des Beispiels. So k&ouml;nnen nicht nur H&auml;ufungen von Beispielen an einer bestimmten Stelle in einem einzelnen Text (und damit die Frage, ob die Verhandlung eines Sachverhalts oder Begriffs besonders viele Beispiele n&ouml;tig zu machen scheint) untersucht werden, sondern auch Kanonisierungsvorg&auml;nge in Hinblick auf den Diskurs der &Auml;sthetik insgesamt: welche Beispiele werden immer wieder gegeben, welche aus anderen Diskursen oder Wissensbereichen aufgenommen, welche Beispiele tauchen neu auf und welche verschwinden g&auml;nzlich aus den Texten?</p> <p>&nbsp;</p>

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Beispiele ästhetischen Wissens seit 1750 Dieses Projekt sammelt Beispiele aus ästhetischen Schriften ab 1750. 10
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