Example #1016
Example*
What is given as example?
eine Mißgeburt; der Neger
Denotation/Meaning*
What is the example associated with? What does it stand for?
Hässliches
Marker
How is the example indicated? ('e.g.', 'for instance', paranthesis etc.)
so ist; z.B.
Quotation*
Passage in the text; without quotationmarks.

§ 14

Auf ein inneres Verhältnis der Einheit zum Mannigfaltigen in der Form deutet die Unmöglichkeit, die Form als Form des Universums für sich zu erfassen und giebt so, der Schönheit gegenüber, das Häßliche,dem Großen gegenüber das Schreckliche, und dem Erhabnen gegenüber das Furchtbare.

Wenn bei dem Erhabnen die Form des Universums nicht mehr in der Form der Anschauung liegt, und also die höchste Einheit nur geahnet werden kann: so wird damit die Form des Universums doch immer anerkannt und also auch erfaßt, wenn auch nicht unmittelbar in der Anschauung, und zwar wird sie schon als Ahnung erfaßt, weil diese Ahnung selbst nothwendig gegeben ist. Denkt man sich aber, daß in dem Mannigfaltigen irgend eines Bildes ein Einzelnes vorkäme, das mit keinem andern, irgend angeschauten, einen Gegensatz bildete im Erfassen für das Erfassen, durch welchen die höhere Einheit nur gegeben sein könnte: so entsteht die Unmöglichkeit, die Form für sich oder für das Erfassen selbst zu erfassen. Denn wenn auch die Form für ein Andres erfaßt werden kann, so wird doch das Erfassen derselben für das Erfassen unmöglich, weil dies nothwendig voraussetzt ein reines Erfassen der Form im Bilde und in der Anschauung, d.h. daß wenigstens die Einheit wirklich, wenn auch nur durch Andentung, im Bilde durchweg gegeben sei.

So ist in der Natur eine Mißgeburt ein Bild, in welchem die Anschauung der Form des Universums unmöglich ist; die Form kann hier nie wirklich erfaßt werden für das Erfassen, auch selbst nicht in der Ahnung; sie erscheint also in dieser Hinsicht als ein wirklich vom Universum selbst ausgeschlossenes, in so fern die Form des Universums darin nicht erfaßt werden kann, d.h. sie erscheint als Störung der Form des Universums. Ist eine solche Störung der Form nicht bloß der Art, daß nur im Erfassen für das Erfassen die Einheit ganzlich vermißt werden muß, sondern auch in jedem andern Erfassen, so deutet dies auf den höchsten Grad der Störung der Form, und eine solche Erscheinung kann daher auch nicht mit und im Universum bestehen, denn die Störung muß dann nothwendig zur Zerstörung werden, weil eine solche Störung auf einen innern Widerspruch deutet, der das Dasein selbst aufhebt, welches nicht der Fall ist, wenn die Störung bloß fällt in das Erfassen für das Erfassen. Z.B. der Neger kann sehr gut leben und bestehen, trotz mancher Störungen in der Form bloß für das Erfassen.

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Karl Friedrich Eusebius Trahndorff. Ästhetik oder Lehre von der Weltanschauung und Kunst. 2 Bde. Berlin: Maurersche Buchhandlung, 1827
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