Example #1017
Example*
What is given as example?
Mißgeburt; ein zerstörter Organismus, eine zerstörte Pflanze oder Tier
Denotation/Meaning*
What is the example associated with? What does it stand for?
Hässliches
Marker
How is the example indicated? ('e.g.', 'for instance', paranthesis etc.)
indem wir ausgingen von; z.B.
Quotation*
Passage in the text; without quotationmarks.

Indem wir bei dem Häßlichen ausgingen von dem völligen, die Zerstörung des Daseins bedingenden Widerspruch in der Form, sobald sie sich in einem Bilde als Mißgeburt zeigt, werden wir auch berechtigt sein, jede Zerstörung für häßlich zu erklären, in so fern sie in dem Umfange der Anschauungsform liegt, so wie sie schrecklich sein muß, wenn sie im Gebiete des Großen erscheint, und furchtbar im Gebiete des Erhabnen. Ein zerstörter Organismus, noch in seiner Zerstörung erscheinend, d.h. wirklich als Gegentheil einer bestimmten Form, z. B. eine zerstörte Pflanze oder Thier, ist häßlich, so lange er in der Zerstörung begriffen ist, so lange also noch die Form nachgewiesen werden kann, welche da sein sollte, denn durch die Möglichkeit dieser Nachweisung erscheint eben die Vernichtung der Einheit und die Unmöglichkeit, die Form des Universums zu erfassen; sobald aber der Körper völlig zerstört ist, hört der Eindruck des Häßlichen auf, denn es ist als dann jene Nachweisung gehoben und die Beziehung auf ein bestimmtes Erscheinen der Einheit hat aufgehört und wenn auch noch kein wirkliches Wiedererscheinen der Form des Universums eintritt so ist doch wieder die Möglichkeit eines solchen Hervortretens ungestört vorhanden und die zerstörten Reste sind nun dem Erfassenden in Beziehung auf das bloße Erfassen für sich gleichgültig. Daß Reste der Zerstörung, Ruinen, vermoderte Baumstämme und der gleichen doch als schön gelten, geschieht nur in so fern sie auf ein ganz andres Gebiet des Erfassens, z. B. auf das Sittliche des Werdens, bezogen und so wieder für das Erfassen erfaßt werden, und dies gehört jetzt nicht hieher.

Cited from*
The publication (book, article etc.) the text is taken from
Karl Friedrich Eusebius Trahndorff. Ästhetik oder Lehre von der Weltanschauung und Kunst. 2 Bde. Berlin: Maurersche Buchhandlung, 1827
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1
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85-86
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§14
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